Konzeptwerk Neue Ökonomie

Als Konzeptwerk Neue Ökonomie feiern wir bald unser zehnjähriges Jubiläum. Als Organisation stecken wir damit vielleicht nicht mehr in den Kinderschuhen, fühlen uns aber auch noch nicht unbedingt als elder stateswoman der politischen Bildung. Vielmehr ist unser Anspruch, uns eine Form von (kindlicher) Fantasie zu bewahren, indem wir in unserer Arbeit weiterhin darauf fokussieren wollen, wie in der Gesellschaft auch alles ganz anders sein könnte, anstatt schnell nur auf das aktuell Mögliche zu schauen. Gleichzeitig haben wir in diesen zehn Jahren auch eine Form von (kindlichem) Trotz und Willensstärke entwickelt, unsere Positionen zu vertreten, auch wenn sie unbequem sein können, und nicht so schnell klein beizugeben.

Der gemeinnützige Verein Konzeptwerk Neue Ökonomie e. V. wurde im Jahr 2012 in Leipzig gegründet und setzt sich seitdem für eine neue Form des Wirtschaftens ein: ökologisch, sozial und demokratisch. Aktuell arbeiten bei uns 25 Mitarbeiter*innen an diesem Ziel. Wir sind der Überzeugung, dass die Wirtschaft dafür da ist, ein gutes Leben für alle zu ermöglichen. Die derzeitige Art zu Wirtschaften verfehlt diese Ziele weit. Sie ist undemokratisch und instabil. Sie erzeugt Reichtum für wenige, aber Ausgrenzung und Armut für viele. Durch die Umweltzerstörung werden diese Ungerechtigkeiten noch weiter verschärft und unsere Lebensgrundlagen vernichtet. Doch bislang ist die Wirtschaftspolitik vom Wachstumsgedanken dominiert, von Konkurrenz statt Kooperation. Das liegt vor allem an Machtungleichheiten, die zu ungleichen Gestaltungsmöglichkeiten führen. So können diejenigen, die vom Wirtschaftssystem maßgeblich profitieren, ihre Interessen gegen die Bedürfnisse der Mehrheit durchsetzen. Um dem zu begegnen, halten wir eine tiefgreifende sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft für dringend notwendig.

In unseren Augen ist (politische) Bildung ein wichtiger Baustein für eine solche Transformation. In unserer Bildungsarbeit in den letzten Jahren – sei es in Form von kurzen Workshops, mehrtägigen Seminaren, Fortbildungen für Multiplikator*innen, der Entwicklung neuer Bildungsmaterialien oder der Veranstaltung von Kongressen – setzen wir deshalb bewusst die Themen, die sonst wenig Beachtung finden, aus unserer Sicht aber unerlässlich sind: Kritik am Wachstumsparadigma, Kritik an rein technisch orientierten Ansätzen für ökologische und politische Probleme, Alternativen zu einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, Initiativen, die sich für eine (global) gerechte Welt engagieren. Wir wagen uns zusammen mit Teilnehmer*innen an die großen Fragen heran: Wo liegen die Gründe für soziale Ungerechtigkeit und ökologische Zerstörung? Wie könnte eine Wirtschaft, eine Gesellschaft aussehen, in der Bedürfnisse von Menschen, die Sorge füreinander und ökologische Grenzen im Zentrum stehen? Was sind Hindernisse, was aber auch erste Schritte auf dem Weg dahin?

Bildung…

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Der Autor

Julian Wortmann ist seit 2016 Bildungsreferent im Konzeptwerk Neue Ökonomie. Er organisiert mit Vorliebe mehrtägige Seminare zu Möglichkeiten und Hindernissen einer sozial-ökologischen Transformation. Im Büroalltag übernimmt er zudem die Gesamtkoordination des Konzeptwerks.

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