Wozu Evaluation?

Journal für politische Bildung 2/2024

herausgegeben von
Bundesausschuss Politische Bildung, Wochenschau Verlag
unter Mitarbeit von
Helle Becker, Claudia Bergmüller, Boris Brockmeier, Asmae Harrach-Lasfaghi, Susanne Höck, Thomas Höhne, Ole Jantschek, Susanne Johansson, Abelina Junge, Julian Junk, Christa Kaletsch, Stefan Schäfer, Andrea Soboth, Désirée Theis, Sina Tultschinetski, Nils Wenzler, Benedikt Widmaier, Alexander Wohnig

Der Begriff Evaluation stammt aus dem Französischen (évaluer) und bedeutet so viel wie Bestimmen, Bewerten und Beurteilen. Die Fragen, was Evaluation und Evaluationspraxis im Kontext politischer Bildung für wen und aus wessen Perspektive bedeutet und auf welche Weise sie praktiziert wird, zeigen ein breites Spektrum an Reflexions- und Diskussionsmöglichkeiten auf, die sich allesamt auch unter dem Titel dieser Ausgabe „Wozu Evaluation?“ versammeln. Quantitativ im Heft am häufigsten vertreten ist der Begriff Wirkung mit mehr als 25 Treffern. Dass dieser nicht nur in der politischen Bildung…

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Bestellnummer: 60098 (PDF)
EAN: 9783756600984
ISBN: 978-3-7566-0098-4
ISSN: 2749-4888
Reihe: Journal für politische Bildung
Erscheinungsjahr: 2024
Seitenzahl: 80
Produktinformationen

Der Begriff Evaluation stammt aus dem Französischen (évaluer) und bedeutet so viel wie Bestimmen, Bewerten und Beurteilen. Die Fragen, was Evaluation und Evaluationspraxis im Kontext politischer Bildung für wen und aus wessen Perspektive bedeutet und auf welche Weise sie praktiziert wird, zeigen ein breites Spektrum an Reflexions- und Diskussionsmöglichkeiten auf, die sich allesamt auch unter dem Titel dieser Ausgabe „Wozu Evaluation?“ versammeln.

Quantitativ im Heft am häufigsten vertreten ist der Begriff Wirkung mit mehr als 25 Treffern. Dass dieser nicht nur in der politischen Bildung mit besonderen Erwartungen verknüpft wird, ist einerseits verständlich, entlässt das Feld mit Blick auf die derzeitigen politischen Konjunkturwellen und erwartbaren Einsparungen andererseits aber auch nicht ohne den Auftrag, sich mit ihrer Bedeutung für Praxis und Forschung auseinanderzusetzen.

Die Beschränkung von Evaluation auf Wirkung allein ist zu eng für die Vielfalt der politischen Bildung, wie in den Schwerpunktartikeln am Anfang des Heftes deutlich wird. Wie Evaluation in der politischen Bildung eingeordnet und kritisch beleuchtet werden kann, ist hier einzusehen. Es folgen Praxisbeiträge, die aufzeigen, wie Evaluationen in den verschiedenen Handlungsfeldern der politischen Bildung operativ zum Einsatz kommen und welche Potentiale und Herausforderungen einem dabei begegnen.

Das Heft macht deutlich, dass Evaluation trotz ihres konjunkturellen Hochs durch Bundesprogramme wie dem Forschungs- und Transfervorhaben „PreVal“ schon immer ein zentrales Thema des Feldes war und dass, mit Blick auf die Adressat*innenperspektiven, auch aus guten Gründen.

Inhaltsübersicht

MitDenken

Christa Kaletsch, Andrea Soboth

Kinder beforschen ihre Stadt. Kinder und Jugendliche als Expert*innen für die Zukunft von Butzbach

 

SchwerPunkt: Wozu Evaluation?

Thomas Höhne

Evaluation: Zwischen Rationalisierung und Aufklärung

 

Helle Becker

Im eigenen Interesse. Evaluation als Instrument der Professionalisierung nonformaler politischer Bildung

 

Boris Brockmeier

Qualitätsmanagement in der politischen Bildung: Evaluation und kein Ende

 

Asmae Harrach-Lasfaghi, Nils Wenzler

Partizipative Praxisforschung an der Schnittstelle von politischer Bildung und Offener Kinder- und Jugendarbeit

 

Julian Junk, Susanne Johansson

Möglichkeiten, Spannungsfelder und Herausforderungen von Evaluation im Handlungs- und Forschungsfeld politische Bildung. Zwischenbilanz aus dem Projekt „PrEval“

 

BildungsPraxis

Claudia Bergmüller, Susanne Höck

Den Wirkungen der eigenen Bildungsarbeit auf der Spur.

 

Sina Tultschinetski, Désirée Theis

Politische Bildung im Jugendstrafvollzug. Ungewöhliche Evaluation in ungewöhlichen Formaten politischer Bildung

 

Alexander Wohnig, Ole Jantschek

Begleitforschung in und aus der Praxis politischer Bildung

 

ZeitZeugen

Abelina Junge

Vom Reflektieren zum Reagieren. Evaluation in der gegenwärtigen historisch-politischen Bildungsarbeit

 

VorGänge

Reminiszenz an Bernhard Sutor (1930–2024) | Nachruf für Oskar Negt (1934–2024) | Bundesverdienstkreuz für Frank Nonnenmacher | „Es braucht eine positive Erzählung der Demokratie!“ Rede zur Kundgebung „Zusammen für unsere Demokratie“

 

LeseZeichen

Demokratiegefährdung in Krisenzeiten | Spannungslinien selbstorganisierter politischer Jugendarbeit  | Politische Bildung mit Antonio Gramsci kritisch weiterdenken | Soziale Bewegungen – Signatur moderner Gesellschaften

 

ÜberGrenzen

Stefan Schäfer, Benedikt Widmaier

Tagungsformate in der politischen Bildung – Was sie können und was sie sollten? Impulse zur Fachkonferenz Jugend- und Schüleraustausch 2023

 

AusBlick

bap-Preis Politische Bildung 2024: „Zukunft bilden: Demokratie in Zeiten von Transformation“ | Social Media Kampagne „#Stophate“ | Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ab 2025 | Stärkung der Jugendverbände | Das Zukunftspaket 2024

Autor*innen

Dr.in Helle Becker ist Geschäftsführerin von Transfer für Bildung e.V. und wiss. Leitung Expertise und Kommunikation für Bildung sowie Lehrbeauftragte. Arbeitsschwerpunkte sind politische, internationale und kulturelle Bildung, Forschung sowie Wissenstransfer.

 

Prof. Dr. Claudia Bergmüller ist Professorin für Schultheorie und historische Bildungsforschung an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Arbeitsschwerpunkte u. a.: Wirkungsevaluation im Kontext von entwicklungspolitischer Bildungsarbeit/BNE/Globales Lernen, Schulentwicklung und Lehrkräfteprofessionalisierung.

 

Dipl.Pädagoge und Dipl. Betriebswirt Boris Brokmeier ist Leiter der Heimvolkshochschule Mariaspring in Bovenden, Herausgeber der Zeitschrift „Außerschulische Bildung“.

 

Asmae Harrach-Lasfaghi ist wiss. Mitarbeiterin im Forschungsschwerpunkt Nonformale Bildung der TH Köln. Sie koordiniert das Netzwerk „Politische Bildung und OKJA in NRW“. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören die Digitalisierung in der Kinder- und Jugendarbeit und Politische Bildung.

 

Susanne Höck, M.A., Diploma Development Policy (UK), gründete 2002 EOP Evaluation mit den Schwerpunkten externe Evaluation entwicklungspolitischer Bildung/ Globales Lernen/BNE, Beratung, Begleitung, Training zu Selbstevaluation und Wirkungsevaluation.

 

Thomas Höhne ist Professor für allgemeine Erziehungswissenschaft an der Helmut Schmidt Universität (Hamburg). Schwerpunkte sind politische, rechtliche und gesellschaftlichen Bedingungen von Bildung und Erziehung.

 

Ole Jantschek ist Bundestutor der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung (et) und Mitglied der JOURNAL-Redaktion.

 

Susanne Johansson arbeitet als wiss. Mitarbeiterin am Leibniz-Institut Friedens- und Konfliktforschung (PRIF). Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Evaluation politischer Bildung, Demokratieförderung und Extremismusprävention sowie Untersuchung von Hinwendungs- und Distanzierungsprozessen im religiös begründeten Extremismus.

 

Abelina Junge, M.A., ist wiss. Mitarbeiterin am Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind historisch-politische Bildungsarbeit mit digitalen Medien sowie Public History. Sie leitet die Redaktion des IDD-Blogs „Abseits der Fußnote“.

 

Prof. Dr. Julian Junk hat die Forschungsprofessur Extremismus und Extremismusresilienz der Hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit. Er ist Leiter der Forschungsgruppe Radikalisierung am PRIF und leitet den PrEval-Forschungsverbund.

 

Christa Kaletsch ist freie Autorin und Fortbildnerin in den Bereichen Demokratie und Menschenrechtsbildung. Sie ist außerdem Vorsitzende des Vereins Makista e.V.

 

Dr. Stefan Schäfer ist Lehrkraft für besondere Aufgaben (LfbA) am Fachbereich Sozialwesen der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Köln und Mitarbeiter im Projekt „Forschung und Praxis im Dialog – Internationale Jugendarbeit“ bei transfer e.V.

 

Dr. Andrea Soboth ist im Innenstadtmanagement der Stadt Butzbach und Team Reallabor Demokratikum.

 

Dr. Désirée Theis, M. Sc. Mental Health, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung „Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen“ am DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Aktuell koordiniert sie das vom BMBF geförderte Projekt PaTH,

das sich mit partizipativem Wissenstransfer zwischen Hochschule und Schulpraxis beschäftigt.

 

Sina Tultschinetski, M. Sc. Psychologie, ist Projektkoordinatorin des Transferprojekts RADIS im Programmbereich „Transnationale Politik“ am PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Extremismus, Radikalisierung und Demokratie­förderung in Deutschland und Europa.

 

Nils Wenzler ist wiss. Mitarbeiter am Institut für Soziale Arbeit und Sozialpolitik an der Universität Duisburg-Essen. Er lehrt und forscht zu Sozialer Arbeit mit den Arbeitsschwerpunkten macht- und herrschaftskritische Perspektiven, Theorien und Geschichtsschreibung Sozialer Arbeit.

 

Benedikt Widmaier war bis zu dessen Schließung 2022 Direktor des Hauses am Maiberg. Er engagiert sich in vielfältiger Weise für die non-formale politische Bildung und ist Mitglied der JOURNAL-Redaktion.

 

Prof. Dr. Alexander Wohnig ist Juniorprofessor für Didaktik der Sozialwissenschaften an der Universität Siegen und Mitglied der JOURNAL-Redaktion.