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Engagiert im Alter: OMAS GEGEN RECHTS in Kassel als Akteurinnen politischer Bildung

Die OMAS GEGEN RECHTS Kassel zeigen exemplarisch, wie ältere Generationen Verantwortung für Demokratie („von unten“) übernehmen und im Dialog mit ­Jüngeren politische Bildung praktisch gestalten. Im Alltag, in ihrer freien Zeit und aus eigenem Antrieb heraus engagieren sie sich zivilgesellschaftlich gegen Rechtsextremismus und machen deutlich, dass Generationen nur gemeinsam eine starke Stimme gegen Rechtsextremismus bilden können.


Die OMAS GEGEN RECHTS stehen ein für eine demokratische, rechtsstaatlich organisierte Gesellschaft sowie für Respekt und Achtung gegenüber anderen Mitbürger*innen – unabhängig von Religion und Herkunft. Sie engagieren sich zudem für die Rechte der von Krieg und Not geflüchteten Menschen und für soziale Standards, die bereits von Eltern und Großeltern erkämpft wurden. Monika Salzer aus Wien hatte die Bewegung Ende 2017 in Österreich ins Leben gerufen, um dem dortigen Rechtsruck etwas entgegenzusetzen. Eigentlich müsste der Name „Omas für Menschenrechte und Demokratie, gegen Rechtsextremismus und Rassismus” heißen, das wäre aber als Logo zu lang.

Die Gruppe der OMAS GEGEN RECHTS in Kassel besteht seit 2018. Seit geraumer Zeit erfährt unsere Gruppe, wohl auch durch die aktuelle politische Entwicklung einen großen Zulauf. Seit der Offenlegung der sogenannten „Remigrationspläne“ der AfD im Januar 2024 ist die Mitgliederzahl von 15 auf über 120 OMAS gewachsen.

Die OMAS GEGEN RECHTS
Die OMAS GEGEN RECHTS wurden 2017 in Österreich gegründet und 2018 von Anna Ohnweiler nach Deutschland gebracht. Die Initiative wuchs rasch und umfasst inzwischen zahlreiche Regionalgruppen mit mehreren zehntausend Mitgliedern. Laut Eigenbeschreibung stehen sie ein für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, kulturelle Vielfalt, Toleranz, respektvolles Miteinander und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. Zugleich lehnen sie Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Verschwörungsideologien, Stigmatisierung, Hass, Hetze, Gewalt und Anti-Feminismus entschieden ab. Aktuell sehen sie die Gefahr, dass Rechtsextreme Krisen und gesellschaftliche Bewegungen wie Pegida, Querdenker, Spaziergänge oder Friedensinitiativen instrumentalisieren und unterwandern. Deshalb rufen die OMAS GEGEN RECHTS zu Wachsamkeit auf. Da es innerhalb der Bewegung keine einheitliche Haltung zur Friedensbewegung gibt, ist eine Teilnahme an Friedensmärschen nur ohne OMA-Symbole möglich. Die Teilnahme an von Rechten organisierten oder beeinflussten Veranstaltungen ist ausgeschlossen. Als überparteiliche Initiative stehen die OMAS GEGEN RECHTS fest auf dem Boden des Grundgesetzes und bekämpfen Demokratiefeinde aus dem rechten Spektrum – niemals unterstützen sie diese.

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Die Autorin

Gabriele Kopp ist Hebamme und seit vier Jahren in Kassel bei den OMAS GEGEN RECHTS aktiv. Politisch engagiert ist sie aber schon immer gewesen.