Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zur Hauptnavigation springen
Produktinformationen
Generationen teilen Erinnerungen, Werte und Erfahrungen – und unterscheiden sich doch in ihren Blicken auf Welt und Zukunft. Diese Differenzen bergen Konflikte, aber auch großes Lernpotenzial. Dieses Heft fragt, wie politische Bildung diese Spannungen aufgreift, pädagogische Beziehungen neu denkt und Räume schafft, in denen Generationen miteinander ins Gespräch kommen. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis zeigen, wie politische Bildung Brücken baut: zwischen Erfahrung und Aufbruch, Vergangenheit und Zukunft, Tradition und Wandel.
Inhaltsübersicht

ÜberGrenzen
Frederike Hofmann-van de Poll
Generationenbeziehungen im Europäischen Youth Work Diskurs. Einige Beobachtungen.

SchwerPunkt
Kerstin Jergus
Zur pädagogischen Seite von ­Generationenbeziehungen. Sondierungen aus erziehungswissenschaftlicher Sicht

Susann Gessner
Welche Generation steht für was in der politischen Bildung? Perspektiven auf intergenerationale Bildungsprozesse und was sie leisten 

Gerd Brenner
Die Relevanz persönlich-professioneller Beziehungen in der politischen Jugendbildung 

Thomas Gill, Annette Wallentin
In Beziehung gehen: Ansätze einer aufsuchenden politischen Erwachsenenbildung 

Benno Hafeneger, Türkân Kanbıçak
„Sie hörten immer zu“. Befunde einer empirischen Studie der politisch-kulturellen Bildung

BildungsPraxis
Cornelia S. Gliem, Claudia Engler, Markus Möller, Matthias van der Minde
Das DemokratieFORUM Waldeck-­Frankenberg. Akademie für Politische Übung

Angela Jannelli, Gottfried Kößler
Kuratieren mit Vielen – transgenerationell u. demokratiebildend. Partizipative Museumsarbeit im Historischen Museum Frankfurt 

Gabrielle Kopp
Engagiert im Alter: OMAS GEGEN RECHTS in Kassel als Akteurinnen politischer Bildung

ZeitZeugen
Manfred Liebel im Interview
Das Kind als Subjekt denken. Generationskritische Perspektiven auf die Entstehung und Entwicklung der Kinderrechte

VorGänge 

LeseZeichen 

MitDenken 
Karla Verlinden, Julia Kerstin, Maria Siemoneit
Sexualität und sexuelle Bildung als generationale Aushandlungsprozesse 

AusBlick

Autor*innen

Dr. Gerd Brenner, lange Jahre Lehrer an einem Gymnasium, Moderator in der Lehrerfortbildung und (Mit-)Autor führender Lehrwerke für weiterführende Schulen, ist leitender Redakteur von deutsche jugend – Zeitschrift für die Jugendarbeit, außerdem Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses und Ratsherr der Stadt Mönchengladbach.

Claudia Engler ist Pfarrerin der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck in Diemelstadt. Während ihres Studiums beschäftigte sie sich wissenschaftlich mit dem Thema „Gerechtigkeit“ und engagierte sich ehrenamtlich in der Straffälligenhilfe. 

Prof. Dr. Susann Gessner ist Professorin für Didaktik der politischen Bildung am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Ihre Arbeits- und Forschungs­schwerpunkte sind v. a. schulische politische Bildung, Demokratiebildung als Querschnittsaufgabe, politische Bildung im Kontext von Migration sowie bildungs­theoretische Grundlagen politischer Bildung. Zu diesen Schwerpunkten forscht sie theoretisch und qualitativ-empirisch.

Thomas Gill ist Leiter der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

Cornelia S. Gliem (M.A.) ist Qualitätsbeauftragte beim Bildungsträger DELTA Waldeck-Frankenberg, Kreisvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Waldeck-Frankenberg und Koordinatorin des Projekts „DemokratieFeiern.

Benno Hafeneger, Dr. phil., Prof. (em.) für „Außerschulische Jugendbildung“ am Institut für Erziehungswissenschaft der Philipps-Universität Marburg. Er ist Mitglied der JOURNAL-Redaktion.

Dr. Frederike Hofmann-van de Poll ist wissenschaftliche Referentin an der Arbeitsstelle europäische Jugendpolitik am Deutschen Jugendinstitut e. V. Zudem arbeitet sie freiberuflich als Beraterin und Forscherin für EU und Europarat im Bereich Jugend(arbeits)politik. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind (europäische) Jugendpolitik, Partizipation und Demokratie sowie Youth Work.

Dr. Angela Jannelli ist seit 2010 Kuratorin für partizipative Museumsarbeit am Historischen Museum Frankfurt (HMF). Sie studierte Germanistik, Romanistik und Kulturanthro­pologie in Tübingen, Aix-en-Provence und Hamburg. 2012 wurde sie mit „Wilde Museen. Zur Museologie des Amateurmuseums“ am Fachbereich Kulturanthropologie der Universität Hamburg promoviert. 

Kerstin Jergus ist Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg. Sie lehrt und forscht zu Theorie und Geschichte der Pädagogik in Verbindung mit kulturwissenschaftlichen Zugängen der Bidlungsforschung, u. a. zu Themen wie Pädagogische Beziehungen, Sexualität, Kritik und Universität. Aktuell leitet sie gemeinsam mit Melanie Schmidt (Universität Halle) das DFG-Forschungsprojekt „Politische Subjektivierungen Jugendlicher zwischen Bildung und Protest“.

Türkân Kanbıçak, Dr. phil., Lehrerin und Erziehungswissenschaftlerin, ist Leiterin der beiden im Artikel vorgestellten Projekte am Jüdischen Museum Frankfurt/M.

Gabriele Kopp ist Hebamme und seit vier Jahren in Kassel bei den OMAS GEGEN RECHTS aktiv. Politisch engagiert ist sie aber schon immer gewesen.

Gottfried Kößler hat Geschichte, Deutsch, Politologie in Marburg studiert. Er war Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte und Gemeinschaftskunde. Seit 1992 bis zur Pensionierung 2019 war er pädagogischer Mitarbeiter und Kurator am Fritz Bauer Institut und am Jüdischen Museum Frankfurt. Seit 2007 war er stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts. Am HMF war er als Ko-Kurator an mehreren Stadtlabor-Projekten beteiligt.

Manfred Liebel, Dr. Phil., ist Professor a. D. für Soziologie an der Technischen Universität Berlin und Honorarprofessor für interkulturelle Kindheits- und Kinderrechtsforschung an der Fachhochschule Potsdam. Er gründete den weiterbildenden Masterstudiengang Childhood Studies and Children’s Rights an der Freien Universität Berlin und ist Schirmherr des gleichnamigen Studiengangs an der Fachhochschule Potsdam.

Markus Möller ist Soziologe und Politikwissenschaftler, arbeitet als Unterbezirksgeschäftsführer für die SPD, ist seit 2009 aktiv in der Demokratie-Bewegung und im Vorstand des Landesverbands Hessen von Mehr Demokratie e. V.

Dr. Julia Kerstin Maria Siemoneit ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Arbeitsbereich Historische Bildungsforschung/Gender History der Universität zu Köln. Sie praktiziert als approbierte Kinder- und Jugendlichen­psychotherapeutin und Traumatherapeutin in eigener Praxis in Köln. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Sexuelle Bildung, Prävention sexualisierter Gewalt, Familienforschung und pädagogische Professionalisierung.

Annette Wallentin ist Referentin für ­aufsuchende politische Bildung der Berliner Landeszentrale für politische Bildung.

Matthias van der Minde ist Englisch- und Politiklehrer an den beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen, Stadtverordneter in Bad Arolsen, Initiator der Arbeitsgruppe #RegionGegenRassismus Waldeck-Frankenberg und des Syrien-Hilfsvereins RIMA e. V.

Prof. Dr. Karla Verlinden ist Professorin für Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt Resilienz an der Katholischen Hochschule NRW in Köln. Zudem ist sie approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind Sexuelle Bildung, Prävention sexualisierter Gewalt, Resilienzförderung (v. a. von Familien sowie Teams in Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit) sowie Kinderschutz.

Kurzbeschreibung
Was verbindet, was trennt die Generationen – und was lernen sie voneinander? Das Heft fragt, wie politische Bildung Unterschiede fruchtbar macht und Beziehungen zwischen Alt und Jung als Motor für gemeinsames Lernen nutzt.